Dienstag, 12. November 2019

Die einzige Kommission im Bistum

Seelsorge ist vielfältig, jedoch bedarf sie bei einer so kleinen Struktur wie dem Bistum Sankt Clemens (20.000 Katholiken unter 45.000.000 Einwohnern) keiner Masse von Gremien. Unsere Kräfte sind in vieler Hinsicht sehr begrenzt. 
Wenn neue Ordensgemeinschaften ins Bistum kommen, erzählen sie mir natürlich von ihren Charismen, den Bereichen, in denen sie gewöhnlich wirksam sind: Soziales, Akademiker, Krankenseelsorge etc. Und ich antworte in der Regel mit dem Hinweis auf die drei Generationen, die ohne Unterweisung und Hilfe im Glauben großgeworden sind. Wir brauchen dringend Katechese. Das sehen alle ein. Heute traf sich unsere katechetische Kommission, die die diesbezügliche Arbeit fördert und koordiniert. Hauptthema der Versammlung waren die ersten Schritte in Richtung eines neuen Kurses für Laien, der sie befähigen soll, Glaubenswissen so weiterzugeben, dass mit Gottes Hilfe ein lebendiger Glaube daraus werden kann, sowohl in den Gemeinden als auch in den Familien. Sr. Marta aus Samara (rechts im Bild) initiierte das Treffen. P. Bosco in Marx war unser Gastgeber. 

Montag, 11. November 2019

Freunde von "drüben"

Kennen Sie das Blog der "Kuh für Marx"? Autor: Ottmar Steffan, Diözesancaritas Osnabrück, seit 21 Jahren ein Freund des Bistums Sankt Clemens in Saratow. 
(Relativ) kleine Projekte, die wir mit ihm angehen, sind wirklich partnerschaftlich, basieren auf Zuhören-Können, Mit-denken, einem tatsächlichen Austausch der Gaben, kurz: auf Freundschaft. 

Schreibtischnotiz

Der Schreibtisch hat mich wieder. Genauer gesagt: der Computer am Schreibtisch, denn über ihn läuft das meiste, äußerlich beinahe wie am Fließband. Tatsächlich aber verlangt jedes Schreiben und jedes Gespräch ein inneres Umdisponieren. Manche sind darin bewundernswert geübt, andere werden schnell davon müde, ... Bilder wie das heutige, können da manchmal wie Sonnenstrahlen durch eine Bretterjalousie leuchten. Die Mama der kleinen Sophie-Maria, erinnerte mich mit dem Bild daran, dass ich ihr nun fast zwei Monate altes Töchterlein noch nicht besucht habe. "Alle anderen" wären schon dagewesen. Na, ... übermorgen ... vielleicht.

Sonntag, 10. November 2019

Heute morgen über den Wolken

Gelobt seist du, mein Herr!
Mit all deinen Geschöpfen,
vor allem mit der edlen Schwester Sonne.
Sie bringt uns den Tag und das Licht,
sie ist schön und strahlt in mächtigem Glanz,
von dir, du Höchster, ein Gleichnis.

(Franz von Assisi)

Samstag, 9. November 2019

Familienseelsorge

Aus Taganrog erreichten mich ein paar Fotos vom Familienwochende des Rostower Dekanats.
Nachdem wir über lange Zeit hin, immer wieder den pastoralen Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendseelsorge gelegt hatten, zeigt sich in den letzen Jahren immer mehr, von wie großer Bedeutung die Arbeit mit Familien ist. Das Dekanat Rostow geht da immer wieder mit gutem Beispiel voran. 

Freitag, 8. November 2019

Rührend?

Traurig? Provozierend? Herzergreifend? Erschütternd? Was passt zum gestrigen Blogeintrag von Pater Bosco aus Marx? Bzw. was macht der Eintrag mit mir? Was mache ich mit ihm? https://anderwolga.wordpress.com/2019/11/07/letztes-geleit/

Donnerstag, 7. November 2019

Corpus Domini

Eine Sache unter vielen. Nebensache? Als wir gestern beim Symposium in Krakau vom aktuellen Stand der Vorbereitungen auf den Eucharistischen Weltkongress 2020 in Ungarn hörten, gab es da auch eine Einladung zum Gebet. Am Tag vor dem bevorstehenden Christkönigssonntag, also am 23. November, (Tag unseres Bistumspatrons Sankt Clemens), sind katholische Christen auf der ganzen Welt zur eucharistischen Anbetung eingeladen. Als Gebetsmeinung wird vorgeschlagen, für jene zu beten, die Christus noch nicht begegnet sind. Auf einer Weltkarte kann man sich vorher mit Zeit und Adresse eintragen (Pfarreien, Kloster, Kapellen usw.), damit auch andere dazukommen können oder, zumindest, damit die Beter auch eine konkrete Verbindung untereinander sehen. Mir gefällt die Idee gut. Ich werde sie im Bistum Sankt Clemens vorschlagen, sobald ich zurück bin. Hier der Link für Interessierte am Mitbeten: https://corpusdomini.iec2020.hu/#/ 

Besuch in Trzebinia

War das eine Freude, heute Schwester Viannea wiederzusehen, die jahrelang zur Kommunität der Prämonstratenserinnen in Wolgograd gehört hatte! In Trzebinia, zwischen Kattowitz und Krakau, nimmt die slowakische Ordensfrau im weißen Gewand an einer Ausbildung für Novizenmeisterinnen teil. Auch zwei "unserer" Eucharistieschwestern sind aus gleichem Grunde dort. Ich nutzte deren Mittagspause für meinen Besuch.  Das Programm im Bildungszentrum der Salvatorianer ist straff und läßt keine "Nebenbeschäftigungen" zu. 

Mittwoch, 6. November 2019

Krakau im Regen

Zwei Kardinäle, ein Erzbischof, ein Bischof und ein paar Priester, heute Morgen auf dem Weg zur Marienbasilika in Krakau. Dort feierten wir heilige Messe mit allen Teilnehmern des Symposiums, bevor es mit der Arbeit weiterging.
17.10 Uhr. Das Treffen der europäischen Vertreter für Jugend-, Berufungs-, Schul- und Studentenpastoral ist schon zu Ende. Eine lustige Begebenheit möchte ich erzählen, nicht um zu beschämen, sondern weil sie die Betreffenden in meinen Augen letztlich ob ihrer Herzlichkeit ehrt. Man stelle sich vor: Der Sekretär des Krakauer Erzbischofs bat mich, ihnen (der Krakauer Kurie) ein Geschenk zu machen. "Fahren Sie doch bitte nicht wieder mit der Straßenbahn weg, wie Sie gekommen sind. Und lassen Sie sich von uns fahren." Ehrlich gesagt, fiel mir das 'Geschenk" nicht schwer. Nun übernachte ich in einer Pfarrei am Stadtrand. Morgen will ich nach Trzebinia fahren, wo derzeit drei mir bekannte Ordensschwestern an einer Weiterbildung teilnehmen, die ihnen später helfen soll, junge Schwestern auf ihrem Weg ins gottgeweihte Leben zu begleiten.