Donnerstag, 10. September 2009

"Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben.... Ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben." (Mt 25, 35f)

Ob, und wenn, dann wie darüber sprechen? Das beschäftigte mich seit vorgestern, denn im Grunde möchte ich einer konkreten Person „Danke“ sagen. Die Person aber kenne ich nicht. Ich habe eine große, anonyme Spende in Höhe von 2.000 Euro bekommen, ohne Auflagen, nur mit der Bitte um eine hl. Messe. Das wurde mir vom „St. Clemens e.V.“ (siehe „Mit Empfehlung“) mitgeteilt. Sollte der Spender (die Spenderin) unter den Lesern meines Blogs sein, würde ich mich sehr freuen. Anonyme Spenden geben keine Möglichkeit für Rückfragen. Ich mußte und habe deshalb selbst entschieden, dass wir diese Hilfe komplett für ca. 100 obdachlose Männer und Frauen an zwei verschiedene Sammelplätzen in Saratow verwenden werden. Unsere Stadt-Caritas betreut ein diesbezügliches Projekt schon seit einigen Jahren mit Unterstützung von Secours Catholique (Caritas Frankreich). Die Gelder von dort können jedoch laut Planung nur für soziale Wiedereingliederung, Konsultationen, rechtlichen Beistand, Kreativkurse u.ä. verwendet werden, nicht aber für eine warme Suppe pro Tag, Medikamente und Kleidung, was besonders in den bevorstehenden Wintermonaten zu einem existenziellen Problem für viele werden würde. Die Spende reicht für einen Zeitraum von 6 Monaten für den o.g. Zweck aus, wenn nicht noch länger, wie mir gerade ein Projektmitarbeiter erklärte. Ich selbst werde die vollständige, zielgerichtete Verwendung, sowie die Abrechnung prüfen.

Foto: Schnitzler