Sonntag, 25. Oktober 2009

Besuch an der Westgrenze


Meine Reise in die beiden Pfarrgemeinden der Metropolen Belgorod und Woronezh geht zu Ende. Die von drei Kapuzinerpatres und einem Bruder betreuten, 270 km auseinander liegenden Gemeinden sind zwar nicht gross, aber lebendig und voller Hoffnung. Der Altersdurchschnitt der Glaeubigen hier ist verhaeltnismaessig niedrig. Viele haben persoenliche Beziehungen in die nahegelegene Ukraine, d.h. stammen von dort. Beide Pfarrgemeinden haben keine Kirche und sind gezwungen, sich in Wohnungen zu versammeln, die dann bei jedem Gottesdienst, Religionsunterricht oder anderen Treffen aus allen Naethen platzen. Ich besprach mit dem Pfarrer den Gedanken an Ausbau des Pfarrhauses in Woronezh. Dabei kamen wir ueber das Nachbargrundstueck ins Gespraech. Leider, so Pater Viktor, hat das alte Holzhaus nebenan vor kurzem eine Frau gekauft, nachdem es ein paar Monate leer stand. Heute, waerend des Abendbrots im "groessten Maennerkloster des Bistums", brannt es vor unseren Augen wie ein Strohhaufen ab. Den Rest darf man sich nur denken. Ob es vielleicht sogar versichert war? Wenn es auch hier so zugeht, wie in Saratow, wird an dieser Stelle bald ein neues, schoenes Haus gebaut werden...
Morgen frueh um 7.00 Uhr fliege ich nach Moskau und von dort weiter zu meinen Exerzitien nach Sibirien. Auf Wiedersehen, nicht frueher als am 3. November!