Montag, 18. Januar 2010

Zurück im Büro


Nach einer ganzen Woche Abwesenheit, ist heute „Bürotag“. Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, zeigte das Thermometer im Auto 32 Grad, minus, natürlich. (Ich hatte nachts vier Ordensschwestern vom Bahnhof abgeholt und nach Marx gebracht, zur Weiterbildung. Über 50 Stunden hatten die jungen Schwestern im Zug gesessen. Im Nachbarwagon waren minus 6 Grad. Sie hatten Glück.) Halb elf wird mich eine Jugendliche besuchen, die früher sehr aktiv am Leben unserer Pfarrgemeinde in Astrachan teilnahm. Seit zwei Jahre lebt sie in der Republik Komi. Das ist weit im Norden. Die Vegetationsform dort heißt Tundra. Es gibt Rentiere und ist im Winter immer dunkel. Es gibt dort nirgends eine Kirche. Zum Mittagessen erwarte ich drei Priester aus meinem Bistum, die mit großem Enthusiasmus eine Kirche bauen wollen. Kein leichtes Thema für ein Bistum, das in seinen Projekten zu 95 % von der Hilfe anderer Bistümer und Länder abhängt.