Samstag, 20. Februar 2010

Umgang mit Spenden

Von sehr großer Bedeutung für die pastorale Arbeit im Bistum St. Clemens in Saratow, ist die jährliche „Pastoralkonferenz“, zu der alle Priester und Ordensleute des Bistums eingeladen sind. Dort gibt es thematische Impulse für die Seelsorge, eine Art Weiterbildung und Antworten auf Fachfragen, aber auch Zeit für den Austausch von Erfahrungen, für die Pflege von Freundschaft. All das ist (lebens-)notwendig für den alltäglichen Dienst in der Diaspora. Seit Jahren wird unser Projekt von Renovabis unterstützt. Die Unterbringung und Verpflegung von 100 Personen, fast eine ganze Woche lang, ist nicht billig. Unsere eigenen, sehr begrenzten Möglichkeiten, würden nicht ausreichen, um solche Treffen durchzuführen. Für die 12. Pastoralkonferenz, die vom 5.-11. Mai 2010 stattfinden soll, kristallisiert sich nun endlich Rostow-am-Don als Tagungsort heraus, weil uns vom dortigen „Sanatorium Hoffnung“ eine sehr günstige Unterbringungsmöglichkeit für 80 Personen in Zwei- und Drei-Bett-Zimmern angeboten wurde. Die übrigen 20 würde der Pfarrer auf Luftmatratzen und Campingliegen ins große Pfarrhaus nehmen, ein Zentrum der Salesianer. Weil Rostow-am-Don 900 km südlich von Saratow liegt, hat es keinen Sinn, selbst hinzufahren und die Einrichtung in Augenschein zu nehmen. Darum hatte ich den Pfarrer um Fotos gebeten, die helfen sollen, zu- oder abzusagen. Ein beigefügtes Bild kann nun zeigen, dass wir die Solidarität der Katholiken Deutschlands nicht für Un-nötiges ausnutzen. Ich gebe zu, wir haben hier selbst ein bisschen über das Foto gelacht. Im Grunde war es jedoch ein dankbares Lachen aus Freude, nämlich darüber, dass unsere vielen ausländischen Priester und Ordensleute, die es „zu Hause“ viel bequemer hätten, freiwillig nach Russland gekommen sind, um hier das Evangelium zu leben.