Samstag, 27. Februar 2010

Der Winterausklang - Die Bistumszeitung - Das Priesterjahr

Papiere, Gespräche, Planung, Unvorhergesehenes … Nicht immer passt der Alltag ins Internet. Das Ende vom Winter wird, wie immer, von Wetterkapriolen begleitet (Neuschnee, starker Wind, Glatteis usw.), so dass Autofahrten in die Pfarreien schwer planbar sind. Mit der Bahn würde ich fast oder gar über 24 Stunden brauchen, z.B. nach Rostow, Krasnodar, Sotschi, Anapa, oder auch nach Orenburg und Ufa. Alle Strecken fliegen – wird zu teuer. Am Ende des letzten Jahres gab’s ein Defizit… Also gibt’s auch da im Moment nichts Neues zu berichten.
Am Rande, und doch wichtig, warten wir auf eine Antwort von „Kirche in Not“, wohin wir das Projekt unserer Bistumszeitung „Kliment“ eingereicht haben. Sie erschien seit einigen Jahren sechsmal jährlich. Eine wichtige Sache in der Diaspora, nicht nur, um an verschiedenen Orten das Bewusstsein zu fördern: Wir gehören zusammen. Wir sind ein Bistum, schon seit 8 Jahren, sondern auch und besonders, weil die 70 diktierten religionslosen Jahre ihre schmerzhaften Spuren hinterlassen haben.
Den Höhepunkt des „Priesterjahres“ für die Seelsorger unseres Bistums wird eine Pilgerfahrt nach Ars bilden. Mit 30 Priestern brechen wir am frühen Morgen des 9. März von Köln auf. Bis Köln – und das ist der größte Teil der Strecke – muss sich jeder selbst kümmern. Dort treffen wir uns am Abend und haben die Möglichkeit zu übernachten. Danke an Herrn Kardinal Meisner! Pünktlich zum 4. Fastensonntag („Laetare“), am 14. März, sind alle wieder in ihren Gemeinden zurück. Einer unserer Priester war vorher Pfarrer in Orleans. Heute lebt er im Nordkaukasus. Er hat uns ein gutes Programm vorbereitet. Jeder Tag hat ein eigenes spirituelles Thema. Wir werden direkt im kleinen Städtchen des heiligen Johannes Maria Vianney wohnen, von dort aber auch Ausflüge nach Cluny, Paray-le-Monial und Lyon unternehmen. Die Idee der Pilgerfahrt wurde konkret, als mir im Herbst vergangenen Jahres (zum zweiten Mal im Leben) eine große anonyme Spende überreicht wurde. Es sollen Tage des Dankes für unsere priesterliche Berufung werden, Tage des Dankes für die Berufung nach Russland, aber auch wirklich Tage des Bittens und der persönlichen Erneuerung. Ich freue mich, dass ich den Priestern diese Wallfahrt anbieten kann.