Freitag, 26. Februar 2010

Winterferien

Noch bis Sonntag sind bei uns in vielen Schulen Ferien. Das nutzten die Schwestern in Marx, um einen kleinen Kurs „Religiöser Kinderwochen“ im Winter zu organisieren. 30 Schulkinder, besonders aus den Dörfern der Umgebung, bereiteten sich tagelang intensiv auf ihre Erstkommunion im Frühjahr vor. Gewöhnlich haben sie nur eine Stunde Unterricht in der Woche, nämlich wenn die Schwestern mit dem Auto ins Dorf kommen. (Nach bewährtem Prinzip, besuchen Pfarrer und/oder Schwestern an fast jedem Abend der Woche ein Dorf im Umkreis von 50 km und halten dort Unterricht in verschiedenen Gruppen.) Die Kinder wohnten in den vergangenen Tagen in Marxer Familien, bzw. bei Großmüttern, die sie gern aufnahmen. Es war eine erfolgreiche Woche, wie ich gestern hörte. Die Kinder lernten eifrig und gingen freundschaftlich miteinander um. Vorgestern bereiteten sie selbst das Kreuzweggebet für den Abend in der Pfarrkirche vor. Die tägliche Messe war selbstverständlich. Häufig luden die Schwestern die Kinder zum Kochen und Backen ein. Wie sich zeigte, steigerte das den Appetit auf das Doppelte. Ein kleines Mädchen, das anfangs vor Heimweh weinte, versicherte beim Einsteigen ins Auto nach Hause, dass es aus „sicherer Quelle“ erfahren hätte, dass ihr Dorf eingeschneit und kein durchkommen sei. (Sie wollte bei den Schwestern bleiben.)

Als ich gestern nach Marx kam, ließ ich mir von den Tagen erzählen. Die Kinder waren schon auf dem Heimweg. Das gestrige Foto scheint nicht ganz zum Thema zu passen. Es zeigt eine Ecke vom Pfarrhaus in Marx. Im Frühling möchte P. Tomasz das Pfarrhaus abreißen und ein neues Bauen. Die 47 Quadratmeter, auf denen ich früher selbst einmal gewohnt hatte, und dazu eine Großmutter, die mir den Haushalt führte, sind für die heutigen Ansprüche nicht nur zu klein, sondern haben allem Anschein nach auch wirklich ihr „Haltbarkeitdatum“ überschritten.