Montag, 29. März 2010

Montag in der Karwoche

Schon zum 12. Mal weihte ich die Heiligen Öle (Krankenöl, Katechumenenöl, Chrisam) für den liturgischen Gebrauch im Laufe des Jahres in einem Gottesdienst für die Priester unserer drei Süddekanate in Krasnodar. Es ist unrealistisch, alle am Vormittag des Gründonnerstags zu mir nach Saratow zu rufen, so, wie es in kleinen Diözesen von Rechts wegen üblich ist. Bei frühlingshaftem Sonnenschein versammelten sich 17 Priester mit mir um den Altar der Liborikirche, viele Frauen und einige Männer der Pfarrgemeinde waren auch gekommen. Nach der hl. Messe bat ich die Seelsorger zu einer Begegnung. Auch das gehört jedes Jahr dazu: Wir besprechen Termine und Projekte. Ich gebe an Information weiter, was sich angesammelt hat. Eine ganze Liste kurzer Einzelgespräche folgte, noch vor dem Mittagessen. Im Anschluss daran, war ich der Erste, der aufbrechen musste, denn der letzte Flug nach Moskau, mit dem ich noch den Anschluss nach Saratow erreiche, geht 15.10 Uhr. Der Pfarrer brachte mich bei +20°C zum Flughafen. Von den heutigen Anschlägen in Moskau hatten wir noch am Morgen gehört. Im Gottesdienst haben wir der Toten, Verletzten und Verwandten gedacht. In Moskau sah ich die vor wenigen Tagen verunglückte Tupolew im Wald vor der Landebahn liegen. Überpünktlich landete ich spät abends in Saratow, ... bei +1°C. Die ersten sieben Priester der Norddekanate müßten schon hier sein. Sie hatten um Nachtquartier gebeten. Morgen sehen wir weiter.