Sonntag, 14. März 2010

Zurück aus Ars

26 Priester aus dem Bistum St. Clemens in Saratow waren es letztendlich, mit denen ich am 10. März nach Ars pilgern durfte. Zwei, die mit dem Auto fahren wollten, mussten wegen Glatteis in der Ukraine aufgeben. Ein anderer musste sich plötzlich in ärztliche Behandlung begeben. Im Laufe des 9. März trafen die meisten von uns in Köln ein, wo uns Kardinal Meisner am Abend persönlich begrüßte und seinen Segen mit auf den Weg gab. Von Köln aus fuhren wir gemeinsam mit einem Bus nach Frankreich. Ars, Paray-le-Monial und Lion waren die großen Stationen unserer Wallfahrt.
Beim Verabschieden gestern früh am Düsseldorfer Flughafen konnte ich aus den Worten der Seelsorger heraushören, dass meine Befürchtung eines zu überladenen Programmes nicht deren Empfinden entsprach. Einer bedankte sich sehr konkret für die Tage, die ihm sehr geholfen hatten, sein eigenes Leben durchzusehen und Gutes erneut aufzugreifen. Ein anderer, hochbegabter Theologe und offenherziger Freund, bemerkte ruhig und dankbar, dass es für ihn „wie ein Märchen“ war, aus dem er nun in die harte Wirklichkeit seines Alltags zurückkehre, wo er mindestens 300 km fahren muss, um einen Mitbruder zu treffen. Noch einmal möchte ich an dieser Stelle der für uns alle anonym gebliebenen Person danken, die uns mit einer großen Spende über „Kirche in Not“ zu dieser Pilgerfahrt verholfen hatte. Im 150. Todesjahr des Pfarrers von Ars, des heiligen Johannes Maria Vianney, haben wir gebetet, wo er so segensreich gewirkt hat, dass u.a. bis zum heutigen Tag im kleinen Städtchen Ars in einer Kapelle Tag und Nacht, rund um die Uhr, vor dem Allerheiligsten gebetet wird, und zwar von Laien der Pfarrgemeinde.