Donnerstag, 8. April 2010

Die kommenden Tage ...

Weil es eine Seite für Freunde ist, soll auch die Zeit reichen, ihnen hier kurz noch einen Abendgruß zu hinterlassen.
Erneut bitten wir um Gebet für Anja (s. Eintrag vom 21. Februar) und ihr Kind, das am kommenden Mittwoch, den 14. April, zur Welt gebracht/geholt werden soll. Noch oft hat sie in den letzten Wochen zu hören bekommen, dass sie das Kind hätte abtreiben müssen. Eine einzige Klinik im Umkreis von mehr als 200 km war bereit, den Kaiserschnitt zu riskieren. Die letzten Vorgespräche waren freundlich. Es wird aber auch mehr als das Doppelte der früher genannten Summe kosten, nämlich 41.000 Rubel (1050 Euro).
Das Wochenende werde ich am Asowschen Meer verbringen. Klingt gut? Morgen fahre ich – wegen der völlig zerbröckelten Straßen – nur bis Wolgograd (400 km), übermorgen nach Asow (600 km von Wolgograd) und Sonntag nach Taganrog (nochmal 120 km, ungefähr). Montag die ganze Strecke zurück. Mit mir fahren eine Schwester, eine Postulatin und eine Jugendliche aus Marx.  (Vom Alter her sind alle drei Jugendliche.)
Ab Dienstag reisen Ordensschwestern aus dem ganzen Bistum zum Schwesterntreffen (Mittwoch/Donnerstag) an.
Am Freitag wird mich ein Pater aus Moskau (der Leiter der Kustodie OFM Conv. in Russland) besuchen und mir mit trauriger, um Verständnis ringender Miene mitteilen, dass er eine Niederlassung in meinem Bistum schließen muss. Damit verlängert sich der Weg der Gläubigen dreier Pfarrgemeinden zum nächsten katholischen Priester um durchschnittlich das Hundertfache. Anders gesagt: Wenn es die Leute bisher 4 km bis zum Pfarrer hatten, werden es dann 400 km sein.