Dienstag, 20. April 2010

Lena

Nochmal zum Thema Anja und ihrer Tochter Lena. Die beiden wurden schon gestern aus der Klinik entlassen. Ich war erschrocken, als ich das hörte. War es nicht zu früh, nach einem Kaiserschnitt im 8. Monat?! Als ich zur Antwort bekam, dass jeder weitere Tag viel Geld gekostet hätte, tat es mir leid, ... taten mir die beiden leid. Anja hatte sich nicht getraut, nochmal zu bitten. Ihre Mutter ist Krankenschwester von Beruf. Darum hoffen wir nun, dass es auch zu Hause gut gehen wird. Gestern erfuhr ich, dass ich bisher falsch unterrichtet war, bzw. einmal schlecht zugehört hatte: Anjas Mann, Lenas Vater, wohnt mit den beiden bei der Oma. Es gibt ihn. Dass er in den vergangenen Monaten so abseits schien, ist eine andere Sache.

Auf den beiden Fotos sieht man Oma Marina in der Kapelle der Schwestern in Marx knien, mit Helena (Lena) auf dem Arm. Direkt von der Klinik kamen sie gestern ins Kloster, um zu danken. Anja, noch sehr schwach (Foto 2), sitzt dahinter und weint vor lauter Dankbarkeit und Freude. Anja bat uns, allen ihren "Nothelfern" zu danken, was ich dann hiermit tun möchte. (Beim Aufzählen werde ich Namen vergessen, ich tue es dennoch, der Freude halber: Dank dem St. Clemens e.V., Ehepaaren in Heiligenstadt und Züschen, Freunden in Dresden, Schülern in der Schweiz, ...)

Eines Tages wird Anja ihrer Tochter Lena vielleicht erzählen, wie ganz Europa unter einer Aschewolke stöhnte, während sie den langen Kampf um das Leben ihrer Tochter gewonnen hat.