Donnerstag, 1. April 2010

Morgeneindrücke vom Gründonnerstag

Obwohl der Schnee nun auch bei uns schon taut, sind die löchrigen Straßen am Morgen noch glatt. Ein im wahrsten Sinne des Wortes liegen gebliebener LKW am Strassenrand zwischen Marx und Engels zeugt davon. Er hätte noch 950 km bis nach Hause gehabt, verrät das Nummernschild.
Im Auto hörte ich, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, ein paar von den kurzen, tiefen Betrachtungen Kardinal Ratzingers über die Kar- und Ostertage. Sicher darf man im Blog keine Reklame machen. Aber meinen Mitbrüdern, den Priestern, kann ich diese Betrachtungen nur empfehlen. Sie helfen schnell, raus aus der geschäftigen Oberflächlichkeit zur Mitte zu kommen, in der wir uns ja nicht selbstverständlich, von Amts wegen, befinden.
Die Dienerinnen Jesu in der Eucharistie feiern den Gründonnerstag in besonderer Weise. Alle Profeßschwestern erneuern heute ihre Gelübde, auch im Konvent hier in Saratow. Im Büro werden wir nur noch bis Mittag arbeiten. Dann beginnen die drei heiligen österlichen Tage.
P.S. Pünktlich zu Ostern kam ein Weihnachtspaket aus Bautzen an, das vor 6 Monaten (im September 2009) abgeschickt worden war. Sein äußerer Zustand ließ auf Schlimmeres schließen. Außer einem ausgelaufenen Duschbad, fünf fehlenden Tafeln Schokolade und ebenso in Luft aufgelöster 2,5 kg Kaffee war es o.k. Damit wollte ich niemanden davon abhalten, Pakete zu schicken. :-) Bis Ostern ist alles verteilt.