Dienstag, 4. Mai 2010

Reise nach Kalmykien

Auf meinem Besuch nach "St. Franziskus" in Elista (Kalmykien) begleitete mich der seit 17 Jahren in Tscheljabinsk (Sibirien) tätige Pfarrer Reinhard Franitza, der sich erstmals zu einem Besuch an der Wolga aufgemacht hatte. Weil es heute schon wieder „aufbrechen“ heißt, nämlich zur Pastoralkonferenz nach Rostow-am-Don, mögen ein paar Bilder von der Reise erzählen: (hier).
Unterwegs machten wir an der großen St. Michaelskirche in Kamenka halt, die einst das Zentrum des gleichnamigen Dekanats im katholischen Bistum an der Wolga war. Die Churul (größter buddhistischer Tempel Europas) bestimmt das Stadtbild von Elista, und nicht nur das. Unter anderem lockt sie Touristen durch die Hunderte Kilometer weite Steppe in Kalmykiens Haupstadt.
Pater Waldemar, der Pfarrer, erzählte vom Gemeindeausflug nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag: von den unzähligen Tulpen, die jetzt in der Steppe blühen und vom Fußballspiel, an dem sich beteiligt, wer nur konnte. Jetzt sei es nicht mehr angeraten, in die Steppe zu gehen. Acht Menschen sind in den vergangenen Tagen in Kalmykien an Zeckenbissen verstorben.
An diesem Sonntag fiel der übliche Bibelkreis nach der Sonntagsmesse zugunsten einer gemeinesamen Runde mit den Gästen aus. Am Nachmittag besuchten wir die buddhistischen Heiligtümer, am Abend waren wir bei Alberta zu Gast, einer Italienerin, die sich mit dem Einsatz Ihres ganzen Lebens um die Ärmsten der Armen kümmert, indem sie ihnen ihr zu Hause gibt.