Sonntag, 4. Juli 2010

"... aber es gibt nur wenige Arbeiter."

Als ich das Evangelium für die heutige Sonntagsmesse las, von den vielen Jüngern, die Jesus zu zweien in die Dörfer und Städte sandte, in die er dann selbst gehen wollte, und die er aufforderte, um noch mehr Helfer zu beten, da fiel mir Frau Hedwig Stöcklein in einem Vorort von Penza wieder ein. Penza ist eine Außenstation der Saratower Pfarrgemeinde, liegt also 200 km von der Pfarrkirche entfernt, ... Frau Stöcklein haben wir gefunden, nachdem sie 79 Jahre lang keinen katholischen Priester mehr gesehen hatte, und dennoch täglich - ihr Leben lang - gebetet und gewartet hatte. Sie war mit 12 Jahren in einem der deutschen Dörfer an der Wolga feierlich mit anderen Kindern zur Erstkommunion gegangen. Danach wurde der Priester ihres Dorfes verschleppt, wie alle anderen. Mit 91 empfing sie vor zwei Jahren zum zweiten Mal im Leben die heilige Kommunion.  
In wie viele Dörfer und Städte der ehemaligen Sowjetunion ist die Nachricht bis heute noch nicht durchgekommen: "Die Kirche lebt!" (Benedikt XVI. am Tag seiner Einführung)