Mittwoch, 14. Juli 2010

Religionsfreiheit im Rahmen der Bürokratie

Am 17. März hatte ich hier von einer über 80-Jährigen erzählt, die um die Sterbesakramente bat, aber das Pech hatte, in Saretschny, einer sogenannten „geschlossenen Stadt“, zu leben. Schon lange hatten wir uns um einen Passierschein für einen unserer Priester dorthin bemüht. Sogar die Nuntiatur hatte sich dann auf unser Bitten hin eingeschaltet und antwortete uns stets mit ermutigenden Worten. Schon bald würde die Erlaubnis kommen, voraussichtlich jedoch nur für einen nicht ausländischen Priester, war die letzte Auskunft, die man dort von den Behörden erhielt.
Vier Monate, 119 Tage, sind allein seit dem 17. März für die Wartende, Sterbende vergangen. Seit heute stirbt sie nicht mehr. Maria Poumarjek - R.I.P.