Dienstag, 31. August 2010

Kühe im Winter?

„Hat es bei Ihnen auch gebrannt?“ fragte man mich in den letzten Wochen nicht selten. Wer sich in Geographie auskennt weiß, dass ein Teil „Zentralrusslands“, von dem in den Brandmeldungen häufig die Rede war, den Norden unseres Bistums bildet. Die schockierenden Bilder verbrannter Dörfer haben uns alle beeindruckt. Die vertrockneten Felder nicht so sehr. Da liegt aber das größere Problem. Ich habe heute versucht, herauszufinden, wieviel Geld eine Familie braucht, wenn sie ihre Kuh über den Winter retten will. Beinahe Fehlanzeige. „Verkauft“, „geschlachtet“, „kein Heu“, „wir füttern sie noch mit 2 kg am Tag (statt 5)“ – bekam ich zur Antwort. Dennoch konnte ich schließlich zusammenrechnen, wieviel Geld nötig sein wird, um die lebensnotwendige Kuh nicht aufzugeben. Es werden an die 400 Euro sein. Wieder einmal hoffe ich auf den St.-Clemens-Verein, der unter dem Stichwort „Kuh im Winter“ sammeln wird. Über die Caritas in Osnabrück habe ich einige Spenden für Kühe bekommen, die jetzt natürlich keiner kaufen will/kann. Vielleicht willigen die Spender in eine Umwidmung in Futter ein?