Montag, 13. September 2010

Samstag in Syzran

Obwohl die kleine Pfarrgemeinde in Syzran nur samstags einen Priester hat und mehr einer Aussenstation als einer "richtigen" Gemeinde entspricht (Was ist "richtig"?!), erlebten wir gestern ein kleines, grossartiges Gemeindefest, das mit dem Mittagessen fuer alle, die schon da waren, begann. Dann feierten wir Eucharistie im Syzraner Kirchlein (auf dem Foto im Hintergrund), zu der auch die meisten Grossmuetter gekommen waren, die nur noch selten die Kraft haben, den Weg zur Kirche zu gehen. Zwei junge Familien haben hier grossen Einfluss auf die Lebendigkeit der Gemeinde, und natuerlich auch die argentinischen Priester und Ordensschwestern, die Woche fuer Woche 140 km von Uljanowsk nach Syzran kommen. Auch nach dem Gottesdienst sassen wir noch alle zusammen. Es war da, wie auf einem Kindergeburtstag: Torte, Spiele, froehliche Gesichter, ... Viele zu schnell ging die Zeit vorbei. Aber wir mussten auf dem Weg nach Uljanowsk noch in ein Dorf abbiegen, in dem wir eine sehr arme Mutter besuchten, der eine Kuh das Leben rettete und erhaelt. Aber davon vielleicht spaeter. Jetzt sind wir in Uljanowsk und erwarten den Sonntagsgottesdienst mit der katholischen Gemeinde in einem Wohnhaus, in der Geburtsstadt Lenins. Wir - das sind meine drei Gaeste, die Diakone aus Erfurt und Weida, und ich.
(Diesen Text hatte ich Sonntag frueh eingestellt.)