Donnerstag, 9. September 2010

Unterwegs mit 3 Diakonen

Meine drei Gäste sind bis morgen Mittag mit dem Kaplan unterwegs. Sie werden heute Abend mit Nachfahren litauischer Verbannter nahe der kasachischen Grenze eine heilige Messe feiern und dort im Dorf übernachten. Wenn sie schon nach Russland gekommen sind und sehen wollen, wie die Menschen hier leben, kann ich sie nicht die ganze Zeit über bei mir beherbergen, wo fließendes Wasser und Innen-WC selbstverständlich sind. Gestern waren wir tagsüber unterwegs: ein Kloster mit jungen Ordensberufungen, unwegsame Wege in die ehemaligen Dörfer der Wolgadeutschen und ein Besuch bei der letzten deutschsprechenden Großmutter in Marx füllten den Tag mit Eindrücken, die die drei Diakone dann nächste Woche, schon ein wenig verarbeitet, mit nach Hause nehmen werden. Abends saßen wir zusammen – was in meiner Wohnung nicht oft vorkommt (weil es selten Gäste gibt, die es nach Saratow verschlägt) – und werteten aus, berührten aber u.a. auch das Thema der „ständigen Diakone“, über das wir hier in den katholischen Bistümern Russlands seit einiger Zeit nachdenken.