Montag, 20. September 2010

Vladikavkaz-Moskau-Saratow

Immer, wenn ich abends durch die Fenster des Moskauer Flughafens Domodedovo die Saratower Jak-42 stehen sehe, weiß ich, dass meine Reise dem Ende zu geht. Nachdem ich den gesamten heutigen Montag in Moskau verbracht hatte, früh zur Messe in einer Ordensgemeinschaft, anschließend in der deutschen Botschaft und dann in der Kurie des Erzbistums, bin ich nun "für längere Zeit" wieder einmal zu Hause und erwarte morgen die nächsten Gäste in Saratow. (Dazu später.)

In Vladikavkaz durfte ich im Sonntagsgottesdienst eine Erwachsene firmen. Einst getauft auf den Namen Maria, hatte sie sich nun die hl. Rita als Firmpatronin ausgewählt. Sie ist Mutter eines kleinen Sohnes. Ihren heutigen Ehemann brachte sie zur Kirche mit, als sie sich kennenlernten.

In Moskau traf ich am Sonntagabend zehn Studenten an, die sich seit Nachmittag bei Ordensschwestern versammelt hatten und über ihren Glauben sprachen. Frische, aufgeweckte Jugendliche. Jeden Monat gäbe es ein solches Treffen, erzählten sie mir. Wir saßen noch etwa eine Stunde zusammen, bevor sie gemeinsam aufbrachen. Ich ahnte nur, wie weit es manche dann noch nach Hause, bzw. ins Internat durch die 10-Millionen-Stadt hatten.

Zum heutigen Schluß nochmal ein Foto vom Gemeindeausflug in Vladikavkaz: Kinder der Stadt, in der vor 11 Tagen eine Autobombe (inzwischen) 18 Menschenleben in den Tod riß, und in der noch ca. 150 teils schwer Verletzte in den Krankenhäusern liegen. Möge der Frieden dieses Bildes Wirklichkeit im Kaukasus werden.