Donnerstag, 7. Oktober 2010

IV. Vollversammlung der Caritas im Bistum St. Clemens - 3. Tag

Heute nun ging es ins professionelle Element der Caritastätigkeit im Bistum. Nach dem Rückblick auf einen Strategieplan, der über Jahre hinweg Gültigkeit hatte, nun aber der Erneuerung bedarf, hielt es unsere Caritasdirektorin für angebracht, noch einmal die Motivation und die „Mission“ von Caritas im Bistum Sankt Clemens zu klären. Das stieß teilweise auf Unverständnis und schien aufzuhalten. Im Grunde aber war es gut, denn so musste sich jeder Einzelne dem Thema stellen und seine Meinung vor den anderen verteidigen oder zumindest erklären. Es war sehr viel Information, die heute geboten wurde. Und doch wird es morgen Abend am Ende der Versammlung heißen: das alles war nur ein Anfang.
Ohne dass es im Programm stehen würde, gehört das gemeinsame Stundengebet am Morgen in der Kirche dazu. Als ob es selbstverständlich wäre, kamen praktisch alle vom ersten Tag an vor dem Frühstück zum persönlichen Morgengebet in die Kirche. (Schlaf-, Ess- und Versammlungsräume befinden sich unter deren Dach. Wer hat es schon gewöhnlich so nahe zur Kirche, wenn es in seiner Gegend überhaupt eine gibt!?) Auch die tägliche gemeinsame heilige Messe gehört dazu. Wie schön die Gruppe zusammen hält, zeigte sich dann auch beim heute angebotenen Abendspaziergang, zu dem alle mit kamen. Es ging ans Meer. Die meisten konnten nicht widerstehen und gingen erst einmal baden, auch wenn das Schwarze Meer nachts wirklich ziemlich dunkel ist. Dann saßen wir noch lange am Strand. Jeder hatte etwas zu erzählen, …wie im Urlaub. Wenn auch das Foto aus einer Arbeitspause stammt, nämlich von einer Ausfahrt aufs Meer, gestern nach dem Mittagessen, möge das keinen falschen Eindruck erwecken. In sehr freier Abwandlung zitiere ich Teresa von Avila: „Wenn arbeiten - dann arbeiten. Wenn erholen - dann fotografieren.“
Ich werde die Versammlung morgen nach dem Mittagessen verlassen, um den letzten Zug nach Krasnodar zu erreichen.