Donnerstag, 11. November 2010

Letzter Tag im Heiligen Land

Morgen um diese Zeit soll unsere Maschine nach Moskau schon die Reiseflughöhe erreicht haben. Eine besondere Zeit im Leben eines jeden von uns Pilgern geht zu Ende. Nachdem wir vieles gemeinsam unternommen hatten, ist der heutige Tag bewußt frei geblieben: Nachdem wir die hl. Messe auf Golgota gefeiert hatten, ging jeder seiner Wege, die einen zum Kreuzweg, andere nach Bethanien zum Grab des Lazarus, das man in letzter Zeit – wegen der Mauer – nur auf großen Umwegen erreichen kann, wieder andere kauften nun Andenken und nützliches Material für den Religionsunterricht. Für mich ist der letzte Tag zur Hälfte mit administrativen Dingen belegt: Unterkunft bezahlen, ein digitales Fotoalbum für jeden zusammenstellen (aus den besten Fotos, die wir gestern Abend in meinem Laptop  zusammengetragen haben), Gespräche hier und da, um auch für die Zukunft ein Türchen in Jerusalem offen zu wissen. Für heute Abend haben mich nochmal vier unserer Wallfahrer gebeten, sie zum nächtlichen Gebet in der Grabeskirche anzumelden. Um 19.00 Uhr wird dort zugeschlossen, und erst um 4.00 Uhr morgens wieder auf. Man kann dann in Ruhe im Heiligen Grab beten, oder auf Golgota, oder an vielen anderen Stellen der großen, alten Kirche. Das klingt schön. Ganz einfach ist es aber nicht. Das weiß ich aus Erfahrung.