Donnerstag, 9. Dezember 2010

Auf Weihnachten zu

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einmal so ruhig in den Nebel hinaus geschaut habe, wie heute. Und ich kann es kaum glauben, was mein Kalender dazu sagt, nämlich, dass ich in diesem Jahr keine Reise mehr vor mir habe. Der erste Tag im Büro war gar nicht so chaotisch, wie ich befürchtet hatte. Ein ganzer Teil Post ist schon abgearbeitet. Gute Nachrichten gingen ein, leider aber auch weniger gute. Zum Beispiel die vom Verkehrsunfall der Astrachaner Franziskaner, die sich am Nikolaustag auf glatter Fahrbahn dreimal mit ihrem neuen Kleinbus überschlagen haben. Gott sei Dank, sind alle drei Insassen wohl auf. Der Kleinbus, auf den sie jahrelang gewartet hatten, ist jedoch - meiner Meinung nach - hinüber. (Wer schließt bei uns schon eine Kaskoversicherung ab, wenn das Geld für die Kirchenheizung nicht ausreicht?!) Ebenfalls bedauerlich ist die Nachricht aus Samara, wo jemand den Synthesizer (kleine E-Orgel) aus der Kirche gestohlen hat. Ansonsten aber geht es gut im Bistum. Im ersten Quartal 2011 bekommen wir eventuell zwei "Neue" (Priester). Heute Nachmittag hatten wir in Saratow eine Dienstbesprechung mit allen Seelsorgern, um die Weihnachtstage zu planen. (Hängen doch drei große Aussenstationen, je 200 km entfernt, an Saratow, die auch gern Weihnachten zu Weihnachten, und nicht später, feiern wollen.)