Samstag, 11. Dezember 2010

In Samara wird das Kirchendach repariert

Manche werden sich an meinen Eintrag vom 23. Juni 2010 erinnern, als ich von der gerichtlichen Schließung der neugotischen Herz-Jesu-Kirche in Samara berichtet hatte. In der Folge feierte die Gemeinde ihre Gottesdienste besonders missionarisch, nämlich auf der Straße. Grund der Schließung waren Beanstandungen nach einer Brandschutzkontrolle. Glücklicherweise zählt die Kirche zu den Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt.  Der Gouverneur selbst hatte Hilfe zugesagt, nachdem ich vorsichtig auf den Vorschlag einging, als Bistum einen Teil der Reparatur-Finanzierung zu übernehmen. In höherer Instanz wurde der Gerichtsbeschluss aufgehoben. Die Kirche ist längst wieder zugänglich. Die Auflagen aber blieben in Kraft. Eine der unzähligen Vorschriften besagt, dass das Geld des Gouverneurs bis Dezember aufgebraucht und abgerechnet sein muss. So kam es schließlich, dass jetzt im Winter das Dach repariert (völlig neu gedeckt) werden muss. Eine Firma arbeitet Tag und Nacht in frostiger, schwindelnder Höhe. Ich beneide sie nicht.