Samstag, 1. Januar 2011

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Allen treuen – und allen neuen Gästen dieser Seite wünsche ich ein frohes, gesundes, friedliches, ... kurz: gesegnetes Neues Jahr!


Zum Jahreswechsel hatte ich es im letzten Moment geschafft, die Bürotür von außen hinter mir zuzumachen. Nach den unruhigen Tagen der letzten zwei Wochen, saß ich bald darauf allein im Auto und hörte mir auf der Fahrt nach Marx eine gute Weihnachts-CD an. Ich eilte immer noch, weil mir bewußt war, dass ich am Vorabend, doch wohl zum erstenmal seit 19 Jahren, übersehen hatte, dass man im Kloster zum Beichten auf mich gewartet hatte. Beim fünften Titel der CD hatten es die Sänger plötzlich und unerwartet geschafft, meinen Wettlauf mit Terminen und Hilferufen zu unterbrechen. Nach sieben Tagen Weihnachtsoktav - es mag mißverständlich und eigenartig klingen - "spürte" ich endlich, dass Weihnachten war.


Mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria am Neujahrstag ist es in Russland so eine Sache. Früh sind die Leute noch nicht zu Hause oder fühlen sich nicht in der Lage, zur Kirche zu kommen. Ab spätem Nachmittag sind sie schon wieder unterwegs, einer zum anderen, um Neujahrswünsche auszutauschen. Darum hat Pater Tomasz in Marx diesmal die heilige Messe auf Mittag 12.00 Uhr gelegt. Im Anschluß daran können wir sagen: Das war eine kluge Idee. Nicht nur Sjuzanna und Dascha (Foto) waren gekommen, sondern der größte Teil der Gemeinde.