Freitag, 7. Januar 2011

Hochfest der Erscheinung des Herrn ("Hl. 3 Könige")

Es ist in Köln bei Kardinal Meisner Tradition, zum Fest der heiligen drei Könige Gäste aus anderen Teilen der Welt einzuladen. Einer davon war ich in diesem Jahr. Im Dom, wo sich der Reliquienschrein der drei Weisen aus dem Morgenland befindet, der größte, den die Christenheit kennt, werden an diesem Tag nach altem Brauch zwei Hochämter gefeiert, die auch wirklich diesen Namen verdient haben. Orgel, Chöre, zahllose Konzelebranten und Ministranten, ein von Weihrauch, Gebet und Gesang gefüllter gotischer Dom … wie eine große Einladung in den Himmel! Am Morgen des 6. Januars war der Kölner Dom bis auf den letzten Platz gefüllt. Ungefähr 3.000 katholische Christen waren gekommen, um mit ihrem Kardinal zu feiern. Die Innentemperatur des Doms, nur leicht über dem Gefrierpunkt, hinderte die Freude nicht. Am Abend, im beinahe genauso gefüllten Gottesdienst, stand der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch der Liturgie vor. Das Fest begann schon am Vorabend mit einer Pontifikalvesper und einem Abendessen mit Kölner Priestern und Seminaristen im Priesterseminar. Ich erlebte eine sehr freundschaftliche Atmosphäre, was ich bewunderte und wofür ich dankbar bin. Gibt es doch genug Sorgen, mit denen sich die Kirche in Deutschland (und auch in Rom) im letzten Jahr befassen, wenn nicht gar herumschlagen, musste. Da ein frohes und offenes Herz bewahren, geht – glaube ich – nur, wenn man das Beten nicht vergisst.