Freitag, 14. Januar 2011

Jeder Tag geht mal zu Ende, ... und auch jede Nacht

Äußerlich war es ein Tag wie andere, innerlich – im Büro – war es ein kleines Album von Hiobsbotschaften, zum Beispiel: Pfarrer und Kaplan einer Großstadt sind unverschuldet in einen Autounfall geraten. Nur, weil wir nicht mehr wie einst russische Ladas, sondern Autos mit Airbags kaufen, haben es die beiden überstanden. Das Auto nicht. Die Steuerfahndung hätte uns wegen eines Missverständnisses beinahe ein Verfahren angehängt. Ein Vater soll ein unmögliches Gehalt nachweisen, damit er seine beiden Kinder aus dem Kinderheim zurück bekommt. Eine Ordensgemeinschaft, die Anfang 2011 eine Pfarrei im Bistum übernehmen wollte, hat sich zurückgezogen. Ein Priester will in seine Heimat zurückkehren, ein anderer hat immer noch kein ständiges Aufenthaltsrecht bekommen, und ein weiterer braucht eine Herzoperation in Moskau oder im Ausland. Preisdifferenz: 22.000 Euro.
Morgen früh breche ich nach Deutschland auf. Über Riga gab es den günstigsten Flug. Erst am nächsten Wochenende bin ich wieder zurück in Saratow, wegen der Tagung unserer Bischofskonferenz am 19. und 20. Januar in Irkutsk.