Dienstag, 22. März 2011

Schachty - Nowotscherkassk

Beim kurzen Durchschauen der Bilder vom Wochenende fand ich viel Interessantes, komme heute aber scheinbar nicht zum Sortieren oder Beschreiben, denn schon gestern Abend kamen Gäste aus Naltschik (Nordkaukasus) zu mir, um über ihre Situation zu sprechen. Das ist wichtiger.
Ich erlebte jedenfalls zwei nicht allzu große Pfarrgemeinden, die viel miteinander unternehmen, und in denen es ein paar besonders aktive Familien gibt, auf die sich der Pfarrer stützen kann. Arbeitslosigkeit ist hier eine besondere Not, denn die einst von Kriegsgefangenen ausgeweiteten Bergwerke waren von Anfang an nicht rentabel. Die Kohleschicht ist hier zu dünn, sagte mir ein Einheimischer. In der Sowjetunion wurde mit Subventionen darüber hinweg getäuscht.
In Schachty und in Nowotscherkassk antworteten die Leute spontan auf rhetorische Fragen in den Predigten. Auch an solchen Kleinigkeiten kann man sehen, wie die Pfarrer gewöhnlich mit ihren Gemeinden umgehen.
Das Foto stammt vom Nachmittags-Spaziergang durch Nowotscherkassk: Denkmal einer Kosakenmutter, die scheinbar ihren gehenden Sohn segnet, und so in seine patriotische Zukunft einwilligt.