Samstag, 16. April 2011

Krasnogvardejka

Vor sieben Jahren war ich das letzte Mal auf dieser Aussenstation in der Republik Adygeja, die von Krasnodar aus betreut wird. Die kleine katholische Gemeinde besteht hauptsaechlich aus polnischstaemmigen Katholiken, Uebersiedlern aus dem Norden Kasachstans, die hier aus einem Umkreis von 25 km zusammen kommen. Wir waren 21 Personen jeden Alters, heute nachmittag in Krasnogvardejka. Der Pfarrer und ich spendeten in der Kueche und im Schlafzimmer des kleinen Hauses das Busssakrament, waehrend die Uebrigen im Wohnzimmer den Rosenkranz beteten und Lieder fuer die Messe uebten. Aufmerksam und herzlich ging es zu, auch am Tisch nach dem Gottesdienst: Eucharistie und Agape, wie bei den ersten Christen. Ich hatte den Pfarrer selbst gebeten, mit mir nach Krasnogvardejka zu fahren. Es war mir in guter Erinnerung. Von schweren Schicksalen hoerte ich am Rande. Besonders in Doerfern, wie Krasnogvardejka eins ist, trifft das - russische? - Sprichwort zu: "Jedes Haus hat sein Kreuz."