Mittwoch, 4. Mai 2011

1.600.000 Abtreibungen im Jahr

Auf einen interessanten Artikel des Instituts G2W wurde ich heute aufmerksam gemacht. Unter anderem geht es dort um den jetzt sehr klar geäußerten Standpunkt des Moskauer Patriarchen zum Thema Abtreibungen: "Im Vielvölkerstaat schrumpft das russische Mehrheitsvolk infolge Alkoholismus und sowjetischer Sozialpolitik, allerdings nicht mehr so stark wie in den chaotischen Jahren unter Jelzin. Wegen der demographischen Krise hat Patriarch Kirill von der Regierung im Januar Massnahmen gegen die Abtreibung gefordert: Ärzte sollen verpflichtet werden, dem Schutz des werdenden Kindes oberste Priorität beizumessen und die Frauen umfassend über den Eingriff und mögliche gesundheitliche und psychische Folgen zu informieren. Zudem sei den Frauen vor einer Abtreibung eine obligatorische zweiwöchige Bedenkfrist mit begleitender Beratung vorzuschreiben; der Eingriff müsse kostenpflichtig sein. Für schwangere Minderjährige und schwangere Frauen in Not forderte der Patriarch umfassende soziale Unterstützung, Frauenhäuser sowie Beratungsstellen an allen Geburtskliniken mit orthodoxen Seelsorgern. An Schulen müssten Jugendliche ausführlich über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib informiert und auf verantwortliche Elternschaft vorbereitet werden. 1964 waren in der Sowjetunion 5,6 Millionen Ungeborene abgetrieben worden. Viele Jahre wurden mehr Babies abgetrieben als geboren. Mit 1,6 Millionen Abtreibungen (2005) hat Russland weiterhin eine der weltweit höchsten Abtreibungsraten."
Es lohnt sich, den Artikel vollständig zu lesen.