Montag, 30. Mai 2011

Firmung in Moskau

Eine der vielen fremdsprachigen katholischen Gemeinden in Moskau ist die deutsche. „Sankt Elisabeth“ hat keine eigene Kirche, und versammelt sich zu den Sonntagsgottesdiensten im großen Saal der Deutschen Botschaft. Auf Einladung der Gemeinde und mit Erlaubnis des Ortsbischofs, firmte ich dort am Samstagabend 8 Jugendliche, die sich ca. ein halbes Jahr lang auf diesen Tag vorbereitet hatten. Ihre Eltern sind Diplomaten oder in der Wirtschaft tätig. Den speziellen Firmunterricht gab ihnen ihr Pfarrer, Wilfried Wehling, der schon an die 20 Jahre in Moskau lebt, während ihr regulärer Religionsunterricht in der deutschen Schule von einer evangelischen Pastorin gehalten wird. 400 deutsche Schüler lernen in jener Schule, während die Eltern – meist nur für ein paar Jahre – ihren beruflichen Verpflichtungen in Moskau nachkommen. Ich bin den Jugendlichen zu kurz begegnet, um sie gut kennenzulernen. Dennoch waren bei Einzelnen sehr schnell menschliche Qualitäten zu spüren, die von einem guten Elternhaus zeugten.
Zum zweiten Mal im Leben firmte ich in deutscher Sprache. Vor dem Rückflug übernachtete ich im Pfarrzentrum "St. Elisabeth", irgendwo im 11. Stock eines der unzähligen Hochhäuser der gigantischen Metropole: 11.551.930 Einw. (Stand: 1. Januar 2011).