Samstag, 4. Juni 2011

Ankunft Nordkaukasus

Schönes Wetter, gute Luft, keine einzige Mücke, … Die erste Nacht im Nordkaukasus war eine echte Erholung. Heute und morgen werde ich hier in drei Städten die Firmung spenden. Betreut werden die Gemeinden dieser Region von zwei Herz-Jesu-Missionaren und drei Missionsklarissinen. Die katholischen Christen gehören verschiedenen Nationalitäten an, z.B. der armenischen, assyrischen und polnischen. Wie vielerorts in unserer Diaspora, kann man auch hier ein besonders Zusammengehörigkeitsgefühl in den Gemeinden spüren, Freundschaft, die Dir sagt: Du bist zu Hause.

Auch wenn es nicht ganz zum Thema gehört, komme ich auf den gestrigen Flug zurück. Ich hatte das Glück, einmal wieder mit einer alten Tupolew 154 zu fliegen. Diese Arbeitspferde der sowjetischen Aeroflot haben Jahrzehnte auf dem Buckel. Beim flachen Start nehmen sie kilometerweit Zäune und Wäscheleinen mit, las ich einmal in einem Kommentar. Dazu kommt, dass die elastischen Tragflächen ihre Schwingungen, besonders in den ersten Minuten nach dem Start, ins Innere der Maschine übertragen. Das ist ein besonders Gefühl, a la Lilienthal. Interessant war auch, dass der Durchgang vom Salon Business- zur Economy-Class aus einer Holzleiste gezimmert war, wie man sie früher beim Einsetzen von Fensterscheiben verwendete. Den stärksten Eindruck hinterließ jedoch der Start selbst, bei dem der Pilot dreimal (!) die Geschwindigkeit verringerte, bevor die Maschine dennoch abhob.