Dienstag, 7. Juni 2011

Erinnerung an die Bischofsweihe in Marx

(Anklicken VERGRÖSSERT)
Es ist 13 Jahre her, dass mich Nuntius John Bukowski in Marx zum Bischof geweiht hat. Heute, am Jahrestag der Weihe, besuchte mich sein Nachfolger, Erzbischof Ivan Jurkovicz. Das Flugzeug aus Moskau kam sehr spät an. Nach dem Mittagessen, auf dem Weg nach Marx, bogen wir mit dem Moskauer Gast in das Dorf Raskatowo (ehem. Rohleder) ab- Dort begüßten uns Kinder und deren Mütter mit einem kleinen Straßenkonzert vor dem "Kulturhaus" des Dorfes, der einstigen St. Antoniuskirche. Die Mütter erzählten von der Arbeitslosigkeit und von den Koreanern, bei denen man auf dem Feld arbeiten kann und jeden Abend sofort das Geld dafür bekommt. Für 8 Stunden Feldarbeit mit den Händen bekommen die Frauen 250 Rubel (6,25 Euro). Lange konnten wir uns im Dorf nicht aufhalten. Um 18.00 Uhr feierten wir Eucharistie an dem Altar, vor dem ich vor 13 Jahren geweiht wurde, erlebten ein Programm der sechs Kinderzentren unseres Bistums, die sich dieser Tage ausgerechnet in Marx versammelt haben: Lieder, Tänze und Gedichte. Außerdem waren im Marxer Kloster zu Gast und hatten im Auto Zeit, ein wenig miteinander zu sprechen. Alles in allem, ein dicht gefüllter Tag, vielleicht auch wegen der dreistündigen Verspätung des heutigen Flugzeugs aus Moskau. Die Stille war zu kurz gekommen. Sie hätte des Danken noch schöner gemacht.
P.S. (schon vom 8. Juni): Die Morgenmaschine um 6.50 Uhr brachte Erzbischof Jurkovicz wieder in sein neues zu Hause. Als ich einmal einen slowakischen Priester in seiner Gemeinde in der Schweiz besuchte, meinte der vor anderen über mich, was ich heute mit dankbarem Schmunzeln über unseren Nuntius sagen kann: "Er war ein pflegeleichter Gast."