Samstag, 4. Juni 2011

Firmung in Sankt Theresia - Kislowodsk

Kislowodsk heißt übersetzt Sauerwasser. Der Kurort im Kaukasus hat seinen Namen von den hier befindlichen Mineralquellen bekommen. 20 Minerale in einer Quelle, das gibt es sonst angeblich nirgends auf der Welt! Wir haben in Kislowodsk seit langem eine Pfarrgemeinde ohne Kirche. Die Kapelle, in der sich die Gläubigen versammeln, befindet sich im Haus einer armenischen Familie. Fromme, fröhliche Leute hatten sich da heute Nachmittag versammelt. Die sechsmonatige Vorbereitung der 5 erwachsenen Kandidaten zur Firmung war gut. Sie stellten mir verschiedenste Fragen, die auf einen ernsthaften Zugang zum Sakrament schließen ließen. Bei der Predigt konnte man an den Augen ablesen, wie sie mitgingen. Weil ich die gute Luft beim letzten Besuch in Kislowodsk nebenbei gelobt hatte, bekam ich heute einen hermetisch verschlossenen Krug mit Kislowodsker Luft geschenkt. Ein ausgiebiges Abendbrot, bei dem die Gespräche noch wichtiger waren, als die exzellente armenische Küche, schloss den Tag ab. Die Hauskapelle St. Theresia ist die einzige im Bistum, in der das Allerheiligste im Tabernakel bei einer Familie aufbewahrt wird. Es besteht kein Zweifel daran, dass es ein würdiger Platz ist.