Donnerstag, 30. Juni 2011

Kardinal Sterzinski verstorben - ein Freund der Kirche in Russland

Kard. Sterzinski zwischen den Bischöfen Werth (l.)
und Kondrusiewicz (r.) am Tag der Weihe der
Pfarrkirche in Marx (21.11.1993)
Mit den Gläubigen im Erzbistum Berlin, trauern wir um den heute am frühen Morgen verstorbenen Kardinal Georg Sterzinski. Da, wo er im Bistum Sankt Clemens bekannt ist, schließen wir ihn in unsere dankbaren und fürbittenden Gebete ein, besonders in Marx, wo wir ohne seine Unterstützung sprichwörtlich in den Fundamenten des Kirchbaus stecken geblieben wären: 1991, als die Pfarrgemeinde schon einen großen Teil der im Projekt vorgesehenen Ziegelsteine gekauft hatte und die Fundamentblöcke bereits gelegt waren, begann eine langanhaltende inflationäre Entwicklung im Land. Allein waren wir nicht mehr in der Lage, den geplanten Bau der ersten katholischen Kirche in Russland seit der Oktoberrevolution von 1917 weiterzuführen. Auch den Einsatz von Berliner Priestern und Helferinnen in der Seelsorge in Russland, verdanken wir dem weiten Herzen des Berliner Hirten. Christus, der Herr, gebe ihm die Ewige Ruhe. „Deus semper major“ (Gott ist stets größer) – hatte sich Georg Sterzinski 1989 als Spruch für sein Bischofsamt gewählt. Möge seine Seele diese Größe nun frei atmen dürfen und sich endlos an ihr freuen!