Sonntag, 5. Juni 2011

Lange Rede, kurzer Sinn: Sima braucht Hilfe

Die heute achtjährige Sima aus Nowopawlowsk, für die wir m Laufe des vergangenen Jahres im ganzen Bistum Sankt Clemens und darüber hinaus gesammelt und gebetet hatten, wurde in einer Sankt Petersburger Klinik erfolgreich operiert. Ein paar Wochen nach der OP wurde der implantierte Chip aktiviert. Nun muss sie hören lernen und sprechen. Dreimal in der Woche wird sie zum kostenlosen Unterricht abgeholt. Das ist aber zu wenig. Darum kommt an den übrigen vier Tagen ein Logopäde zu ihr nach Hause.
Ich bemerkte Sima heute in der Messe, als sie hinter einem Erwachsenen in der Reihe zur Kommunion stand und um ein Kreuzchen auf die Stirn bat. Später sprach ich mit ihrer Mutter. Zwar geht die Mutter stundenweise arbeiten, „wichtiger ist das Kind“, sagt sie, aber das Geld reicht vorn und hinten nicht. Bis Ende Juni bekommt sie eine Unterstützung bei Lebensmitteleinkäufen von der Caritas Osnabrück. Ich glaube, umgerechnet etwa 50 Euro im Monat. „Das hilft mir viel“, sagt sie. Wofür fast kein Geld da ist, das ist der Unterricht des Logopäden, 250 Rubel pro Stunde, also 1000 pro Woche oder 4000 Rubel (= 100 Euro) im Monat. Ich weiß nicht, wie viele Monate der Unterricht dauern wird. Sima ist sehr intelligent und wird später in eine gewöhnliche Schule gehen können, sagte eine Ärztin.
Außerdem hat Sima ein Hörgerät, dass sie immer bei sich trägt, und das mit dem implantierten Chip im Kopf verbunden ist. Dieses Hörgerät wird von drei Batterien gespeist, die aller drei Tage erneuert werden müssen. Eine Batterie kostet 60 Rubel. Also braucht Sima jeden Monat 1800 Rubel, bzw. 45 Euro für Batterien! Es gibt keine Sozialversicherung oder Krankenkasse, die das übernimmt. 145 Euro im Monat... Das war es, was ich erzählen wollte, denn es geht weit ueber die Kraefte Simas Mutter hinaus. 
Ich kann mir gut vorstellen, dass der St.-Clemens-e.V. gern Hilfe „für Sima“ weiterleiten würde.
Mit herzlichen Grüßen aus dem Nordkaukasus,
Ihr Clemens Pickel