Donnerstag, 2. Juni 2011

Von Klinkern und Kindern

Während sich die Arbeiten am neuen Pfarrhaus in Marx auch während des gesamten Frühlings auf "Inneres" beschränkt hatten (Putz, Heizung etc.), geht es nun endlich auch außen weiter, nämlich mit dem Verklinkern. Sergej, der Chef am Bau, war unzufrieden mit der Qualität seiner Gehilfen und will es nun allein machen. - Ich hoffe, dass er seine Meinnug ändert, bzw. dass sich Leute finden, die Ziegel gerade und sauber mauern können.
Da wir Ostern gemeinsam gefeiert hatten, ist auch das heutige Himmelfahrtsdatum "ökumenisch". Ich vermute, dass heute in Marx nicht gearbeitet wird. Heute früh zeitig erlebte ich dort den ersten Durchgang der Religiösen Kinderwochen in diesem Sommer: 35 Kinder von 6 bis 11 Jahren saßen zwischen Schwestern, Eltern und Großmüttern in den Kirchenbänken, bevor sie zum zweitätigen Ausflug (zu Fuß, mit Zelten) in die nähere Umgebung aufbrachen. Bei den Kindern aus den Dörfern fielen mir einige wegen ihrer Krankheiten auf: ein Junge, der sich nur mit Mühe fortbewegt, ein Mädchen mit starker Sehschwäche und eins, das wegen einer Hormonstörung seit Jahren nicht mehr wächst. Ein Teil der Kinder lebt bei den Großeltern, weil die Eltern nach Moskau zum Arbeiten gefahren sind. Um eine ärztliche Untersuchung oder gar Behandlung kümmert sich selten jemand...