Freitag, 22. Juli 2011

Die Idee mit dem Altenheim

Es ist mehr als eine Idee, und mehr als ein Wunsch. Es ist meine Suche nach der richtigen Antwort auf eine existierende Not. Da sich der Bau und die rechtliche Etablierung eines solchen Hauses als schwierig erweist, schwierig z.B. wegen der real existierenden postsowjetischen Mentalität entscheidungsmächtiger Personen, aber auch wegen des ungesicherten Budgets der Einrichtung, möchten wir ganz klein anfangen, nämlich mit einem Altenpflegedienst zu Hause. Das Projekt ist so gut wie fertig. Hausbesuche, Anleitung und Unterstützung der Verwandten, … Nicht das, was auch staatliche Sozialdienste in Russland leisten (Einkaufen, Wohnung sauber machen), sondern die Lücke von qualifizierter Pflege wollen wir füllen. So unglaublich es klingt, in der vierjährigen Krankenpflegeausbildung, bzw. in den Ausbildungswegen der Sozialarbeiter in Russland lernt man nicht, wie man bettlägerige Menschen betreut. Gleichzeitig könnte das Projekt einzelnen Jugendlichen unseres Jugendhauses beim Schritt ins Berufsleben helfen. Und ein „Altenheim“ bliebe das Ziel in weiterer Zukunft.

Seit Jahren gibt es in ganz Russland ein „Hauskrankenpflege-Projekt“ der Caritas, das sehr großzügig von der Caritas in Deutschland unterstützt wurde und wird. Da unsere Uhren in Russland aber oft langsamer zu gehen scheinen, als die anderswo, könnte die in Deutschland gern zitierte „Hilfe zur Selbsthilfe“ auch diesem Projekt demnächst den Strick drehen. Es geht (Sponsoren) zu langsam mit der Motivierung unserer Bevölkerung zur finanziellen Teilnahme am Projektaufwand. Ich wäre froh, wenn dieses kleine Projekt mit privaten Spenden zustande kommen könnte und bitte um Hilfe. Der Sankt Clemens Verein könnte vermitteln. Geplanter Projektbeginn – in Zusammenarbeit mit unserer Diözesancaritas - soll der 1. November 2011 sein.