Mittwoch, 17. August 2011

Ein außergewöhnlicher Geburtstag

Jugendliche während der Katechese
im hinteren Teil der Kirche
Heute, morgen und übermorgen sind die drei Katechesetage des Weltjugendtages. Für alle russischsprechenden Jugendlichen gibt es einen einzigen Katecheseort. Das ist die Kirche des hl. Vinzenz von Paul, im Süden Madrids. Jeweils um 10.00 Uhr beginnt dort das Programm, dessen Abschluss eine heilige Messe um 12.30 Uhr bildet. Heute kamen über 1.000 Jugendliche. Außer den erwarteten Teilnehmern aus Russland und Kasachstan, waren das auch junge Leute aus Aserbaidschan, Moldawien, Kirgisien, Georgien und Estland. Thema der Katechese war, was es heißt, an Gott zu glauben, also die Frage nach der persönlichen Gottesbeziehung jedes Christen. Nach einer dreiviertel Stunde Katechese, stellten mir die Jugendlichen noch einige Fragen.
Heilige Messe mit russischen Jugendlichen
aus mindestens 6 Ländern
Einer kurzen Pause folgte die Messe, die u.a. der neue Bischof von Almaty (Kasachstan) mit uns feierte. In Fortsetzung der Katechese ging es in der Predigt um Lügen bis hin zum Selbstbetrug, was es unmöglich macht, Gottes Willen zu tun.
Aus meinem geplanten Abendessen mit Gästen, wurde im letzten Moment ein fröhliches Geburtstagsmittagessen. Einer der 10 Gäste stammte nicht aus Russland und hat doch viel damit zu tun: Erzbischof Kondrusiewicz aus Minsk.
Am Abend durften wir eine Anbetungsstunde in der Sankt Josefskirche im Stadtzentrum gestalten. Als junger Mönch lebte dort einst der hl. Johannes vom Kreuz.
Schon 15 Minuten vor unserer Anbetungsstunde
 war die Kirche relativ gut gefüllte. Ein wenig später
war auch der der Mittelgang nicht mehr zu sehen.
Weil der Verantwortliche für die liturgische Gestaltung – doch wohl wegen der Anti-Jugendtags-Demonstration – nicht pünktlich erschien, durfte ich die Gebetsstunde übernehmen. Pfarrer Marcus Nowotny aus Tscheljabinsk kümmerte sich um die Lieder. Ich gab zwei Impulse fürs persönliche Gebet. Die Kirche war brechend voll, was ich aber erst beim Segen bemerkte. Die Stille hinter meinem Rücken lies es vorher nicht ahnen.
So danke ich für einen besonderen Geburtstag in meinem Leben, für die vielen Gratulationen, bis hin zu den erfolglosen Anrufversuchen einiger. Ich hatte die Telefone (sowohl meine russische als auch meine deutsche Nummer) tagsüber zu Hause gelassen, bzw. kann Gespräche mit meinem russischen Handy in Spanien nicht annehmen.