Sonntag, 21. August 2011

Der 26. Weltjugendtag in Madrid ist zu Ende.

Wer die offiziellen Nachrichten über den Weltjugendtag verfolgt hat, weiß vom schlechten Wetter gestern Abend, und wie es den Verlauf der Vigil mit dem Heiligen Vater beeinflusst hat. Schade, natürlich!
Bei der Gelegenheit – und doch unabhängig davon – traten auch weitere starke Mängel in der Vorbereitung dieses Treffens zutage. Wenn Jugendliche enttäuscht waren oder sind, kann ich verstehen, was die Gründe dafür gewesen sein können.
Dennoch darf man nicht über den gewaltigen Aufwand der Vorbereitung hinwegsehen, über die Gastfreundschaft der Verantwortlichen, angefangen bei Kardinal Antonio Maria Rouco Varela, bis hin zu den freiwilligen Helfern in den Schulen, … und - natürlich – über das prägende Erlebnis von Weltkirche und Gemeinschaft.

DANKE an Papst Benedikt XVI. für seine sichtbare Zuneigung zur Jugend der Welt! Was Hitze und "volles Programm" für ihn bedeutet haben müssen, ahnen wir kaum.
Ich selbst bin besonders dankbar für die Erlebnisse mit unserer Gruppe der „offiziellen“ 150 Teilnehmer aus Russland, für die Gottesdienste im kleineren Rahmen, für die Selbstverständlichkeit des Bußsakraments im Leben russischer Jugendlicher, für geistliche Gespräche, um die sie immer wieder baten, bzw. zu denen es täglich kam. Sie zeigten mir deutlich, dass junge Leute auf dem echten Weg eines lebendigen Glaubens sind. Ich erinnere mich gern an die Feier meines Geburtstags u.v.m.
Nach Hause fliegen wir wieder in zwei Gruppen, zu je 75 Personen. Mit der ersten Gruppe feiern wir einen Dankgottesdienst, morgen früh um 5.30 Uhr, in der Schule, in der die meisten in diesen Tagen geschlafen haben. Die zweite Gruppe kann länger schlafen. Sie hat ihren Dankgottesdienst später am Tag, kann – je nach Wunsch – noch einmal durch Madrid spazieren gehen und startet erst kurz vor Mitternacht vom Madrider Flughafen gen Moskau. Diese Gruppe begleite ich. Wir kommen am Dienst früh gegen sechs in Moskau an, so dass die Zeit ausreichen müsste, um „meine“ Jak-42, Abflug 9.20 Uhr, nach Saratow zu schaffen.