Donnerstag, 20. Oktober 2011

Entscheidung in Gethsemani

Eine kleine Nachricht für Freunde, die ich anfangs nicht unbedingt ins Internet stellen wollte, weil es da auch immer Mißverständnisse geben kann. Keiner hatte nachgefragt, wo die Exerzitien der Schwestern Ende September eigentlich waren, an deren Ende drei ihre Ersten - und vier ihre Ewigen Gelübde ablegten. Es waren große und tiefe Tage, für die ich sehr dankbar bin. Der Ort, an dem sie stattfanden, ist einmalig in der ganzen Welt. Jesus hat dort seine vielleicht größte Versuchung ausgehalten und sein letztgültiges "Ja" gesprochen, nämlich im Garten Gethsemani. Selbst ich weiß die Namen der Wohltäter nicht, die uns den Aufenthalt dort ermöglicht hatten. Für die Schwestern taten sie es gern. Es war alles kostenlos. Am letzten Tag kam das Fernsehen der Kustodie der Franziskaner und machte eine kleine Reportage (in Englisch) über die Gäste, die 10 Tage lang die Einsiedlerklausen im Garten Gethsemani bewohnt hatten. Diese Ordensschwestern sind junge Menschen, deren Eltern und Großeltern von der atheistischen Erziehung der Sowjetunion gepägt wurden. Dass sie dennoch zum Glauben gefunden haben und ihn so mutig im alltäglichen Leben bezeugen, ist eine echte Gnade für jeden, der ihnen begegnen darf. Mögen die Bilder der Schwestern Freude bereiten und zur Erneuerung des eigenen Glaubens motivieren und beitragen.