Dienstag, 8. November 2011

Das Diözesanzentrum in Novosibirsk ist eingeweiht

... und ich bin wieder auf dem Weg nach Moskau.

Dem Anlass entsprechend, war es ein Ereignis mit vielen Gästen. Der Apostolische Nuntius, Bischöfe aus Russland, Kasachstan, Kirgisien und der Ukraine, Vertreter von Renovabis und Kirche in Not, am Baugeschehen beteiligte und eine große Zahl von Priestern und Ordensleuten aus der gesamten westsibirischen Diözese, denn heute begann die dreitägige Pastoralkonferenz des Bistums. Beeindruckend war für mich, dass das Diözesanzentrum den Namen von Bischof Alexander Chira trägt, eines der großen Seelsorger von Maikuduk (Karaganda, Kasachstan) der sowjetischen Zeit. Stalins Tod hatte ihm eine 25-jährige Haftstrafe verkürzt. Bis kurz vor seinem Tod wusste kaum einer, dass er Bischof war. Pater Alexander nannten ihn die Leute. Er starb im Mai 1983 in Karaganda, einen Monat, bevor ich zum ersten Mal in die Sowjetunion flog. Über ihn müsste man mehr erzählen. Er muss ein sehr guter Seelsorger gewesen sein. Am Abend wurde in der Novosibirsker Kathedrale der Verklärung des Herrn ein Diakon zum Priester geweiht, im byzantinischen Ritus. Da war ich aber schon am Flughafen. Die hl. Messe hatte ich heute früh mit einer kleinen Gemeinde gefeiert. Es war der letzte Tag der besonderen Gebete für die Verstorbenen. In Moskau war die Warteschleife vor der Landung so groß, dass der Flug von Sibirien insgesamt 5 Stunden gedauert hatte. So ist die Zeit bis zum Abflug nach Rom kürzer. – „Auch gut“, sagen Optimisten.