In Russland ist heute immer noch arbeitsfrei: Neujahrsferien für das ganze Land. Früh habe ich die heilige Messe in der Kathedrale gefeiert. Unter den Gottesdienstteilnehmerinnen war u.a. die neunjährige Elivra, die in Saratow zu Weihnachten die heilige Maria gespielt hatte. Sie wohnt mehr als 25 km von der Kirche entfernt und muß mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Sie war mit ihrer Mutter zur Messe gekommen, die beim Roten Kreuz arbeitet: 24 Stunden Arbeit, dann 24 Stunden frei. Wahrscheinlich konnten sie gestern nicht zur Sonntagsmesse kommen. Und deswegen waren sie heute früh da. Nun gibt es gleich noch ein kurzes dienstliches Gespräch mit unserer Caritasdirektorin. Und dann blebit nur noch Zeit für den Weg zum Bahnhof. Obwohl ich das Zugfahren in Russland nicht sehr mag, freue ich mich diesmal, denn es heißt auch: 18 Stunden Pause.
