Mit dem Besuch in San Giovanni Rotondo ging für viele Schwestern ein Traum in Erfüllung, den sie nie auszusprechen gewagt hatten. Der im September 1968 verstorbene Pater Pio war treuen Katholiken in der ideologie-hermetisch abgeriegelten Sowjetunion schon vorher bekannt. Man verehrte ihn sehr und erzählte sich seine Wunder. Durch eine befreundete Familie war alles gut für uns vorbereitet worden. Wir erreichten unsere Herberge am Sonntag vor dem Abendessen, beteten anschließend den Rosenkranz in der Marienkirche, die noch zu Lebzeiten Pater Pios an das alte Kirchlein angebaut worden war, und durften zur Komplet (Abendgebet) in der alten Klosterkirche bleiben. Am Montag feierten wir die heilige Messe an seinem neuen Grab in der Krypta der modernen Basilika und wurden durch Kirche und Kloster geführt.
Vor der Heimreise besuchten wir das eineinhalb tausend Jahre alte Sanktuarium des heiligen Erzengels Michael, ganz in der Nähe.
Bei jeder Gelegenheit beteten wir auch für Pater Jan Res. Heute früh hat ihn der Herr vom Leiden erlöst und nach Hause gerufen.

