Sonntag, 26. Februar 2012

1. Fastensonntag in Saratow

Norbert Laubstein
Die letzen Worte meines gestrigen Eintrags muss ich berichtigen. Mein Gast war begeistert: "Wie der Pilot das geschafft hat! Bei so viel Schnee!" Also, die Maschine aus Moskau kam, und das mit nur einer halben Stunde Verspätung.
Heute, am 1. Fastensonntag, feierte ich die heilige Messe mit der Gemeinde in Saratow. Es war, wie es am Aschermittwoch im Evangelium steht: "... Wenn du fastest, mach kein trauriges Gesicht, ..." Auch meinem Berliner Gast, Herrn Norbert Laubstein, ist die frohe Atmosphäre aufgefallen. Haben doch die Russen oft ein melancholisches Image bei Ausländern. Die wenigen Grade unter Null luden zu einem Winterspaziergang ein, was auch mir gut tat. Heute war übrigens der Pfarrer dran mit "200 km nach Kamyschhin auf die Außenstation fahren". Aber gegen Mittag hieß es in den Nachrichten erneut: Die Trasse ist gesperrt. Glatteis und viel Neuschnee sind die Ursache.
Zur Person: Norbert Laubstein (76), Berliner Katholik, seit über 30 Jahren engagiert für die katholische Kirche in der ehemaligen Sowjetunion.
P.P.S. Etwas ganz anderes: Wer an ein persönliches Fastenopfer denkt, könnte an Sima denken.