Montag, 12. März 2012

Der Tag ist nahe



Herr Müller, unser Mathelehrer im Norbertinum, der viel und gut fotografierte, belächelte gern Bilder von Sonnenauf- und –untergängen, besser gesagt, er belächelte die „Ah“s und „Oh“s, die den Betrachtern entschlüpften. „50-Pfennig-Aufnahme“ – sagte er dann gewöhnlich, um die Emotionen zu relativieren. Um nun dem zu entrinnen, habe ich zum heutigen Sonnenaufgang auch dessen Vorgeschichte und einen Text hinzugefügt.

Bedenkt die gegenwärtige Zeit:
Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.
Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.
Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe.
Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.
Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht.


(Röm 13,11-13)