Samstag, 10. März 2012

Die evangelische Marienkirche in Saratow

"Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen." (Lk 14,28ff) - Daran mußte ich denken, als ich gestern wieder einmal an der ewigen Baustelle der evangelisch-lutherischen Kirche in Saratow vorbeikam. Vor eineinhalb Jahren hatte ich mir die zukünftigen Räume zeigen lassen. Vielleicht hat sich innen etwas geändert. Von außen jedenfalls ist kein neuer Stein dazugekommen. Mir tut es leid, dass die evangelische Kirche in Deutschland nicht die Kraft (oder nicht den Wunsch) hat, Probst Alexander Scheiermann einmal kräftig unter die Arme zu greifen. Der Russlanddeutsche war mit seiner Familie nach Deutschland ausgewandert und ist - als deutscher Staatsbürger - mit allen wieder zurück gekommen, weil er hier seine Berufung sieht. Das muß eine schwere Entscheidung gewesen sein, und edel allemal! Die ehemalige evangelische Marienkirche im Stadtzentrum von Saratow wurde von der damals sowjetischen Stadtverwaltung gesprengt, um einem Hochhaus Platz zu machen. Soviel ich weiß, haben auch heute noch die meisten evangelischen Christen in Saratow deutsche Wurzeln in ihrer Ahnenreihe.
Vielleicht haben Sie jemanden, dem Sie's weitersagen können? Ich könnte den Kontakt vermitteln.