Dienstag, 27. März 2012

Ein Projekt gegen das Tabu des Sterbens

Schon seit einigen Tagen, genauer, seit 23. März, kann man im Osnabrücker „Kuh-Blog“ Folgendes lesen:
Heute war der letzte Tag ihrer Hospitation. Drei Wochen lang haben Oleg und Marina im St. Raphael Krankenhaus Ostercappeln auf der Palliativstation, der Nachbarstation, in Caritas Sozialstation, in Altenheim und der ambulanten Sterbebegleitung hospitiert. Dabei sind sie von allen Mitarbeitern offenherzig begleitet worden. Besonders die beiden russlanddeutschen Krankenschwestern Nelli und Svetlana haben Oleg und Marina ins Herz geschlossen. Nun geht es für die beiden jungen Leute aus Marx … weiter zu einer Fortbildung der Caritas in Novosibirsk, bevor sie dann im April mit ihrem Aufbau einer Sozialstation in Marx an der Wolga beginnen werden. Allen Beteiligten, besonders dem Team um Professor Hardinghaus (hinten in der Bildmitte und Oberin Schwester Luka  (rechts) sowie dem Förderverein Spes Viva danken wir herzlich für die große Unterstützung der Hospitation und der Startfinanzierung des Projektes!
Sterben ist ein großes Tabu in Russland. Darüber zu sprechen ist, wie den Tod herbeibeschwören. Ein Arzt antwortete auf die Frage nach Sterbebegleitung in seinem Krankenhaus: "Bei uns sterben die Leute nicht." Und im Nebensatz fügte er an: "Dann schicken wir sie nach Hause." Und damit war nicht der Wunsch der Sterbenden oder Angehörigen gemeint. - Leider konnten wir eine der großen katholischen Hilfsorganisationen, die uns seit über 15 Jahren mit ihrer Partnerschaft beim Aufbau und (manchmal auch) Erhalt kirchlicher Strukturen unterstützen, nicht für das Projekt gewinnen.