Sonntag, 4. März 2012

Gruss aus dem Südwesten des Bistums

Ein kleiner Absatz aus einem langen Brief, den die Schwestern Augustina und Myriam aus Taganrog (Asowsches Meer) an Freunde geschrieben haben:
"Victoria ist sieben und ihr Bruder ist fünf. Sie leben in einer besonders harten Situation. Ihre Großmutter sorgt für sie, da ihre Mutter eine Entziehungskur von Drogen macht. Victoria geht nicht zur Schule, weil niemand sich darum kümmert, dass sie hinkommt. Als ihre ältere Schwester auf der Entbindungsstation lag, nahmen wir die Kinder zu uns. Wir brachten Victoria lesen und schreiben bei. Einmal weinte sie bitterlich und sagte: „Ich werde dumm bleiben mein ganzes Leben lang, weil ich nicht zur Schule gehe. Wir haben kein Geld; darum kann ich nicht gehen.“ Sie war wirklich sehr traurig. Mit Gottes Hilfe gelang es uns, dass Victoria zweimal wöchentlich ein Vorschulprogramm besucht – wir zahlen für sie und ihre Patin bringt sie zur Schule und holt sie nach der Schule ab. Der Lehrer hat sie gern und, wie Victoria erzählt, lobt sie."