Freitag, 16. März 2012

Namenstag

Bevor der bunte Alltag seinen Lauf nimmt, ein paar kleine Rück"blicke" auf den gestrigen Tag, der - nicht nur - vom Treffen der inkardinierten Priester meines Bistums geprägt war. ("Inkardiniert" - nochmal zur Erklärung, das sind die Priester, die zum Bistum gehören und nicht nur für eine bestimmte Zeit von ihren Bischöfen oder Ordensoberen für die Seelsorge in meinem Bistum freigestellt wurden. Im Bistum Sankt Clemens sind sechs Priester inkardiniert. Fünf davon habe ich zum Priester geweiht.)

Weil der 15. März auch mein Namenstag ist, gesellten sich zum Mittagessen noch einige Gäste dazu.
Der Frühlingshimmel schien wie ein Geschenk vom heiligen Clemens Maria Hofbauer. Leider bedeutet das nun auch für die kommenden Wochen: Tauwetter mit unvorstellbaren Wasser- und Schmutzmengen auf den Straßen. Die zugefrorene Wolga kann man leicht auf dem Foto finden. Schwieriger ist es mit unserer Kathedrale... (vielleicht durch Anklicken und Vergrößern?)
Von der schönen Liturgie in der Marxer Pfarrkirche am Abend habe ich kein Bild. Anschließend gratulierte die Gemeinde mit der ihr eigenen Schlichtheit und Freude. Die Jugendlichen hatten, in Anlehnung an die russischen TV-Nachrichten eine "Sendung" übers Bistum zusammengestellt.
Kurz bevor ich die Namenstagstorte anzuschneiden hatte, entstand dieses Bild: Regina (3.v.l.) kann es schon kaum erwarten.

Warum ich anfangs sagte, dass der Tag vom Treffen der Priester geprägt war, läßt sich schwer in Kürze zusammenfassen und hat vielleicht mehr persönliche Bedeutung als irgendwie anders. Es war das erste solche Treffen, und es erwies sich als gut und nötig. Halb elf am Abend brachte ich noch zwei der Mitbrüder zum Zug. Eine Kleinigkeit fiel mir dennoch auf. Trotz der weiten Strecken, die sie vor sich hatten (über 24 Stunden Bahnfahrt), hatten beide, unanhänig voneinander, Fahrkarten für die billigsten Wagen gekauft, die es gibt.