Freitag, 20. April 2012

Alltag - alles andere als grau

Während in Mexiko die letzen Vorbereitungen für die Seligsprechung von Mutter Teresa Maria Ines begonnen haben, und unsere Delegation heute Vormittag in die dortige Nuntiatur eingeladen ist, vertreten Pater Reinhard und ich die Pfarrer von Marx und Saratow, die beide aus obigem Grunde abwesend sind.
Gestern am Morgen trafen die ersten beiden jungen Männer mit dem Zug ein, die ich für ein langes Wochenende nach Saratow eingeladen habe, weil sie über ihre Berufung nachdenken. Ein Dritter kommt heute Mittag noch dazu. Ich hatte die beiden mitgenommen, als ich gestern Nachmittag nach Marx mußte, um mit der Mutter dreier Kinder zu sprechen, deren Mann schwer krank und darum arbeitslos ist, und die selbst um ihre Gesundheit kämpft. Die fünf leben - in ärmlichsten Verhältnissen in einem der vergessenen Dörfer im Marxer Rayon - vom Kindergeld und einer monatlichen Unterstützung eines Schweizer Ehepaars, die für den Kauf von Obst (Vitaminen) gedacht ist. Außerdem trafen wir nochmal die beiden Helfer aus Deutschland, die zur Abendmesse gekommen waren, wie auch eine Handvoll Jugendlicher, die mir Fragen stellten, für deren Antwort ich mir Bedenkzeit erbat.
Am Ortseingang von Marx konnte ich nicht ohne Anhalten vorbeifahren, weil mich das Bild (s. Foto) so sehr an die Kuh für Marx erinnerte, die in diesem Jahr schon 14 wird. Ein zweites (exklusives) Foto geht direkt nach Osnabrück, wo man sich derzeit intensivst auf die Eröffnung der bundesweiten Renovabisaktion vorbereitet. In deren Zusammenhang wird es am 30. April im Domradio Köln ein spontanes Interview mit mir geben, in dem es u.a. um unsere Kinderseelsorge geht, (die immer auch Sorge um das leibliche Wohl ist). Die Fragen für ein ähnliches Interview mit den Osnabrücker Nachrichten liegen angeblich auch schon in meinem Postfach. Da schaue ich aber erst heute Mittag rein. Bis dahin haben meine Gäste den Vorrang.